Dienstag, 5. Mai 2015

Rückblick

Fast 2 Jahre ist es her, dass ich nach Hause gekommen bin. Ich kann gar nicht glauben dass schon so viel Zeit vergangen ist. Den letzten Post habe ich in Hong Kong auf dem Sofa meiner Gastfamilie geschrieben während Coffee (der Hund) um meine Beine gelaufen ist und meine Gastoma eins ihrer leckeren Gerichte gekocht hat. Heute liege ich auf meinem Bett in Deutschland und denke; wie öfters in letzter Zeit, über mein Leben in Hong Kong nach.
Mittlerweile habe ich selber als Betreuerin eigene Vorbereitungen durchgeführt und habe einige Deutsche Schüler nach Hong Kong geschickt. Das ist schon ein sehr komisches Gefühl, wenn ich so darüber nachdenke. Seit 2 Jahren bin ich wieder Zuhause, gehe wieder in die Schule und rede wieder Deutsch.
Ich habe mich oft gefragt was sich verändert hat und was mir mein Auslandsjahr gebracht hat. Verändert hat sich eigentlich alles für mich. Ich habe mich verändert, mein Freundeskreis, meine Ansichten auf die Welt, die Politik und andere Länder. Ich habe ganz andere Vorstellungen von Offenheit, Toleranz und Kulturen und auch meine Ziele für meine Zukunft haben sich geändert. Ich habe gemerkt dass ich in meinem Jahr sehr herangewachsen bin und erwachsener geworden bin, ich kann leichter mit fremden Menschen reden und sie ansprechen und bin viel selbstbewusster geworden.
Warum ich das hier reinschreibe ist eigentlich, weil ich denke, dass Jugendliche, die Pläne wie ich haben wissen sollten, dass sie als anderer Mensch zurück kommen werden. Ein Jahr in einer anderen Kultur verändert einen stark, man wird sehr viel eigenständiger und reifer.
Was mir mein Auslandsjahr für meine Zukunft gebracht hat, das weiß ich allerdings noch nicht. Ich weiß nur, dass solche Erfahrungen, positive wie auch negative, nie einen schlechten Einfluss auf das spätere Leben haben, sondern dass alles, was man dazugelernt und erfahren hat einen lenkt. Ich weiß, dass ich die Entscheidung, für ein ganzes Jahr wegzugehen niemals bereuen werde und dass ich dort so viele schöne neue Dinge gelernt habe, die mir mit Sicherheit irgendwann noch einmal nützlich sein werden.
Zum Schluss wollte ich noch auf eine Frage eingehen, die mir oft gestellt wurde in der ersten Zeit nach meiner Rückkehr: "Welcher Abschied war schwerer?"
Naja, der erste Abschied, der bei dem ich mein Auslandsjahr begonnen habe, war für mich persönlich nicht so schwer. Das lag vielleicht auch daran, dass ich aufgeregt und neugierig war und wenn ich ehrlich bin, hatte ich da noch gar nicht so ganz realisiert, dass ich wirklich ein Jahr weg sein werde. Trotzdem sind ein paar Tränen geflossen, manche vielleicht auch aus Freude.
Bei meinem zweiten Abschied war das ganz anders. Ich wusste, dass ich so schnell nicht wieder zurück kommen würde. In den 10 Monaten hatte ich so viele neue Freunde gefunden und auch eine zweite Familie, die ich genauso sehr liebe wie meine richtige Familie. Ich muss ehrlich sagen, dass ich noch nie so viel geweint habe wie am 24.06.2013, als ich mit gepackten Koffern zum letzten Mal meine Gastschwester umarmt habe, mich dann umgedreht habe und sie seit dem nicht mehr gesehen habe.
Seit diesem Tag versuche ich zu sparen, damit ich endlich wieder in mein zweites Zuhause zurückfliegen kann, aber bis dahin versuche ich mein Bestes, mein richtiges Leben so gut wie möglich zu leben.
Was jetzt schwerer ist, ist wahrscheinlich für jeden anders. Ob es schwerer ist, das Leben, was man immer gelebt hat für 10 Monate zu verlassen, oder das Leben, was man für 10 Monate gelebt hat für immer zu verlassen.

 Passend zum Thema
hier noch ein Bild
von meinem ersten
Abschied...
...und meinem zweiten

Was ich aber noch sagen muss. Die Begrüßung nach den 10 Monaten war wohl das schönste Gefühl überhaupt.

Liebe Grüße, diesmal aus Deutschland!

Dienstag, 21. Mai 2013

Nur eine kurze Zwischenmeldung

Was für ein unglaubliches Pech wir Austauschschüler haben..
Erstmal wurde der Peking Trip abgesagt wegen der Vogelgrippe. Dann wurde der Taiwan Trip abgesagt wegen der Vogelgrippe. Und jetzt wo wir wirklich dachten wir können wenigstens zum Camping gehen dreht sich das Wetter über Nacht so schlimm, dass wir jetzt Schwarze Regenwarnung (Der Regen ist dann so stark dass Schulen geschlossen haben und niemand zur Arbeit geht), Flutwarnung und Sturmwarnung haben!
Irgendwie glaube ich das Wetter mag uns nicht..


Mai

Der letzte Monat war einer der besten Monate den ich hatte seit ich hier bin.
Ich habe so viele Sachen zu tun, dass ich kaum Freizeit habe und immer müde bin, aber ich finde schlafen kann man wenn man tot ist.
Jedenfalls..seit dem ich das letzte mal geschrieben habe, habe ich wirklich viel gemacht.
Am 20. April habe ich meinen 16. Geburtstag gefeiert, den ich mit Sicherheit niemals vergessen werde. Eigentlich war das Wetter nicht sehr schön, aber ich habe trotzdem eine Feier am Strand bekommen! Das ist schonmal die erste Sache die ich nie vergessen werde, ich glaube nämlich kaum dass ich jemals wieder meinen 16. Geburtstag am Strand feiern kann. Auf jeden Fall sind viele Leute gekommen, Hong Konger und Austauschschüler und wir haben gegrillt und hatten viel Spaß.
Danach lief alles wieder normal, ich hatte Schule und habe mich am Wochenende mit Freunden getroffen.
Anfang Mai war ich dann total aufgeregt jeden Tag, weil ich am 10. Mai auf ein Konzert von David Guetta gehen würde! Elia, Alexandra und ich haben ganz früh die Tickets gekauft, direkt nachdem es veröffentlicht wurde dass er nach Hong Kong kommen würde und wir hatten deshalb sehr gute Nummern.
Wir sind direkt von der Schule in den Bus zum Flughafen gefahren (weil das Konzert in einer Halle beim Flughafen war) und haben uns auf den Toiletten dort umgezogen, deshalb waren wir etwa 2 Stunden früher da und waren in der Reihe fast ganz vorne. Da haben wir übrigens auch andere Austauschschüler getroffen, weil fast jeder Tickets gekauft hat, aber die meisten waren relativ spät deshalb waren sie im hinteren Teil der Halle. Als die Türen geöffnet wurden sind wir dann gerannt und hatten unglaubliches Glück, wir hatten Plätze ganz vorne!
Das Konzert war unvergesslich, selbst wenn David Guetta zu spät war und wir den Tag danach taub waren, der Abend ging viel zu schnell rum und ich möchte wieder auf eins von seinen Konzerten.
Als ich dann gegen 2 Uhr morgens zu Hause angekommen bin, bin ich totmüde ins Bett gefallen nur um gegen 7 wieder aufzustehen, weil am nächsten Tag unser "End-of-Stay-Camp" von AFS war.
Das war eigentlich relativ langweilig, weil einfach nur jeder von uns eine Präsentation über unser Auslandsjahr gemacht hat auf kantonesisch. Ich glaube, es war viel zu früh dafür, immerhin ist es noch ein Monat. Gut, einige haben angefangen zu weinen, aber das richtige Weinen wird erst am Flughafen kommen, denke ich mal.
Achja, im Mai ist der Sommer gekommen! Es sind jeden Tag über 30 grad und die Luftfeuchtigkeit liegt schwer, es ist perfektes Wetter für Strand, was ich natürlich auch ausgenutzt habe. Gestern hatte ich Drachenboot Training, wobei ich mir gefühlte 1000 Mückenstiche geholt habe und den schlimmsten Sonnenbrand den ich je gesehen habe, aber es hat wirklich Spaß gemacht und ich freue mich schon riesig auf den Wettkampf am 2.Juni!
Nächste Woche werde ich für 3 Tage Camping gehen mit allen Austauschschülern, auf Lantau Island, einer Insel von Hong Kong. Ich wette wir werden viel Spaß haben und es wird auf jeden Fall der letzte Ausflug sein, den wir alle zusammen machen, deshalb müssen wir ihn genießen und einfach nicht auf die Insekten und Tiere achten. Es wird gut werden!
In meiner Schule sind bald wieder Examen-Wochen, in denen ich viel Zeit habe um alles zu machen was ich noch machen möchte, was ich unbedingt ausnutzen muss und auch werde, da es dann meine letzten 2 Wochen sind. Ich kann es nicht glauben, es ist fast vorbei..Ich bin hergekommen und alles war anders und neu für mich, und wenn ich zurück komme wird irgendwie wieder alles anders und neu sein. Es gibt immer irgendwas zu erleben, haha.

Freitag, 19. April 2013

H7N9

Ihr habt bestimmt alle von der neuen Vogelgrippe gehört: H7N9!
Die befindet sich im Moment in China (Festland) und ich will hier berichten, was sich geändert hat seit sie angefangen hat.
Also erstmal ist die Vogelgrippe ja nur in Shanghai gewesen, wobei sich noch niemand wirklich Sorgen gemacht hat. Dann sind aber die ersten Personen gestorben und es hat sich ausgebreitet und dann vor etwa 2 Wochen wurde ein Mädchen in Hong Kong unter Quarantäne gehalten, weil sie die Symptome von Vogelgrippe hatte. Und da hat es in Hong Kong dann angefangen. Man sieht mehr Leute als normalerweise mit Masken auf der Straße und überall sind Sicherheitshinweise. In jedem Haus und in jedem Einkaufscenter wurden die Knöpfe, Türgriffe etc. mit Plastikfolien abgeklebt die alle 2 Stunden ausgewechselt werden müssen. Die Aufzüge stinken nach Desinfizierungsmitteln und ALLE Nachrichten sind über H7N9!
Vor einer Woche wurden in meiner Schule in jeder Klasse Anweisungen zum Hände waschen und desinfizieren ausgehangen und meine Lehrer haben sogar Angst die Tastatur vom Klassencomputer anzufassen, weil da so viele Bakterien drauf sind. Wenn jemand in meiner Klasse mehr als 2 mal am Tag niest oder hustet wird sie gezwungen eine Maske zu tragen, und morgens beten wir oft dafür, dass sich die Vogelgrippe nicht weiter verbreitet und die erkrankten Leute geheilt werden.
Und dann hat sie sich doch weiterverbreitet und ist jetzt auch in Peking angekommen. Zwar ist dort nur eine Person erkrankt, aber trotzdem wurde unser Pekingtrip im Mai abgesagt, was ich allerdings unter den Umständen verstehen kann. Trotzdem ist es total traurig und alle Austauschschüler sind ziemlich enttäuscht. Das heißt jetzt, dass ich 10 Monate lang in China war aber kein einziges mal die Mauer gesehen habe!
AFS überlegt jetzt, einen anderen Trip zu organisieren, was allerdings nur eine Idee ist und deshalb wahrscheinlich nicht passieren wird.
Naja, hoffen wir mal dass die Vogelgrippe dahin zurückgeht wo sie hergekommen ist und nicht hier runterkommt, sonst haben wir ein Problem.
Morgen werde ich meinen Geburtstag feiern (ich bin endlich 16), danach werde ich ein paar Fotos hochladen und vielleicht noch was schreiben.
Bis dahin liebe Grüße aus dem warmen und seeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr feuchten Hong Kong!

Samstag, 30. März 2013

4 Tage Bangkok, 4 Tage Sommer.

Wie ich ja im letzten Post angekündigt habe, war ich von Dienstag Morgen bis Freitag Abend in Bangkok um mit meiner Gastfamilie zusammen Urlaub zu machen.
Ich muss sagen, es war so atemberaubend! Obwohl Bangkok, genau wir Hong Kong ja auch, eine Großstadt ist und manche vielleicht denken können, alle Großstädte sind gleich, Bangkok ist komplett anders als Hong Kong!
Am Dienstagmorgen um 5 Uhr stand unser Taxi vor der Tür, was uns zum Flughafen gebracht hat, an dem wir um 6:30 Uhr eingecheckt haben und dann gefrühstückt haben. Unser Flug ging um 8 Uhr und in Bangkok sind wir gegen 9:45 wegen Zeitverschiebung (in Bangkok ist es eine Stunde später) angekommen. Angekommen im Hotel sind wir gegen 12 und während sich meine Gastmutter im Hotelzimmer ausgeruht hat, sind Charmanie und ich zum Pool gegangen, an dem ich festgestellt habe, dass fast alle Besucher dort deutsch gesprochen haben.
Abends haben wir uns ein wenig in der Gegend um das Hotel herum umgesehen und sind dann totmüde ins Bett gefallen.
In den anderen 3 Tagen waren wir viel shoppen und schwimmen und haben einfach die Sonne genossen. Jedenfalls ich habe die Sonne genossen, da ja Chinesen ziemlich panisch reagieren bei Sonne. Wie ich schon festgestellt habe, ist der niedrigste Sonnenschutzfaktor bei Sonnencreme 50 und der höchste 250!!
Ab 100 fängt die Sonnencreme an, den Faktor für Bleichen zu haben, was Chinesen gerne regelmäßig tun.
Naja, wieder zurück zu meinem Urlaub..
Die Tage gingen sehr schnell rum, und ich habe jede Minute im Paradies Bangkok genossen.
Unser Hotel war ein wunderschönes 5-Sterne Hotel gelegen direkt am Fluss in Bangkok, mit zwei großen Pools und sehr schönen Zimmern.
Das Klima war bei 40 Grad im Schatten und relativ hoher Luftfeuchtigkeit (verglichen mit Hong Kong aber eher niedriger) teilweise schwer ohne Pool und Klimaanlagen zu ertragen, dennoch liebe ich das Klima dort, weil ich mich Ende März wie im heißesten Hochsommer fühlen konnte.
Ach ja, wir haben auch viele interessante Tiere sehen können, wie zum Beispiel ganz ganz viele kleine grüne Geckos, die überall auf den weißen Wänden des Hotels gekrabbelt sind. Außerdem erinnere ich mich an Donnerstag Abend, als ich auf einem der Liegestühle lag und plötzlich Schreie, Rennen und hektisches Auspacken von Kameras und Handys gehört habe. Als ich mich umgedreht habe, sah ich auch warum. Um den Pool herum war sowas wie eine kleine Teichanlage und viele tropische Pflanzen, und mitten im Wasser ist eine riesige Echse geschwommen, die aussah wie ein kleiner Alligator.
Wie ich später erfahren habe, wird der aber mit Absicht vom Hotel dort gehalten, weil er sich hauptsächlich von Insekten, wie zum Beispiel Moskitos ernährt.
Nach vier unglaublich schönen Tagen ging es also wieder ins Flugzeug und gegen 24:30 kam ich in die gewohnte Wohnung in PokFuLam.
Das war es erst einmal von meinem Ferienbericht, liebe Grüße an alle!
(PS. Ich bin jetzt ein bisschen brauner :) )

Donnerstag, 21. März 2013

Und noch einmal: 100...

Kaum zu glauben, aber mir sind weniger als 100 Tage in Hong Kong übrig geblieben!
Was ich dazu sagen soll weiß ich nicht so genau, ich weiß nur dass mir jeder sagt dass nur noch so wenig Zeit übrig geblieben ist. Und ich weiß, dass ich nicht darauf vorbereitet bin zu gehen..klar, es gibt positive Seiten daran, zum Beispiel dass ich meine Familie und Freunde wiedersehe, nur im selben Moment verlasse ich Familie und Freunde. Erstmal nicht dran denken.
In letzter Zeit ist viel passiert, das beste was passiert ist, ist das Wetter! Ich konnte schon zwei Wochenenden am Strand genießen bei 30 Grad und Sonne, und einen Sonnenbrand haben wir uns auch gleich alle geholt.
Am letzten Wochenende hat AFS einen Kochkurs veranstaltet, bei dem etwa 25 Austauschschüler mitgemacht haben. Es war ein riesen Spaß, aber irgendwie hatten wir am Ende nicht viel, was wir essen konnten. Mein Reis hat direkt als er fertig gebraten war den Boden gegrüßt, als ich ihn gerade auf einen Teller aufgetan habe und Elia meinen Namen plötzlich so laut gerufen hat, dass ich mich fast zu Tode erschreckt habe..
Aber wir hatten auf jeden Fall sehr viel Spaß und haben sogar ein bisschen gelernt.
Außerdem hatten wir letzte Woche Sporttage, bei denen ich relativ gut abgeschnitten habe. Ich bin bei 100m 4., bei 200m 7. und bei Weitsprung 3.
Am nächsten Dienstag bekomme ich Ferien und fliege dann mit meiner Gastfamilie nach Bangkok. Leider konnten wir nicht nach Malaysia, da dort im Moment Unruhen sind (unter anderem mit Piratenangriffen).
Am 11. Mai werde ich mit AFS eine Woche lang eine Tour nach Peking machen, worauf ich mich schon extrem freue! Dafür habe ich ein Visa beantragen müssen, was mir die chinesischen Angestellten ziemlich umständlich gemacht haben, da sie Probleme damit hatten, dass meine Geburtsurkunde auf deutsch war. Am ende hat aber doch alles gut geklappt, und ich darf jetzt 2 Mal über die Grenze nach China.

Am letzten Wochenende bin ich mit meiner Gastfamilie nach Lantau Island gegangen, um dort die Treppen zum Big Buddha hochzulaufen. Es war anstrengend, aber die Aussicht und der Buddha sind so unglaublich, es hat sich auf jeden Fall gelohnt!
Ich glaube, ich habe jetzt alle Touristen-Attraktionen hier in Hong Kong gesehen (und natürlich noch viel mehr).

Achja, um noch einmal auf das Thema zurück zu kommen, mir wurde jetzt das Abflugdatum bekannt gegeben. Ich werde am 24.6. nachts hier losfliegen und früh morgens am 25.6. in Frankfurt ankommen.
Jetzt fällt mir nicht mehr ein, was ich noch schreiben kann, ich werde nach Thailand schreiben!
Bis bald, liebe Grüße aus Hong Kong!

Freitag, 1. März 2013

Affenalarm und Frühlingsgefühle

Vor etwa zwei Wochen ist mir etwas passiert, was mir wieder einmal gezeigt hat wie anders Hong Kong doch im Vergleich mit Deutschland ist.
Es war ein ganz normaler Schultag, die Klingel hat geklingelt und das Schullied hat angefangen. Wir standen alle ordentlich in unserer Schuluniform in unseren Reihen geordnet nach Nummer und haben auf die Erlaubnis gewartet in unsere Klassenräume gehen zu dürfen, als auf einmal die Durchsage kam:
Achtung an alle Lehrer und Schüler! Wenn ihr im Laufe des Tages auf den unteren Schulhof geht, bitte haltet euch von dem Affen fern. Es ist noch nicht klar, wie er über den Stacheldrahtzaun an der Felswand geklettert ist, da er keine Verletzungen aufweist. Bitte schließt ebenfalls alle Fenster auf dieser Seite bis der Tierfänger hier war. Vielen Dank.
Und ich habe mir nur gedacht: Oh man, wo bin ich?! Naja, meine Mitschüler haben mir gesagt, es sei normal, nicht häufig aber normal also habe ich es einfach so hingenommen.
Außerdem ist der Frühling da, und das merkt man!
Erstens merkt man es daran, dass es immer mehr Insekten, Moskitos und Eidechsen gibt..Dazu habe ich auch ein schönes Beispiel. Als wir nämlich gerade im Biounterricht waren und einen Fisch töten sollten, gab es zwischen den ganzen angewiederten Schreien ein paar erschrockene besonders laute Schreie. Die kamen, weil sich an der Wand vom Bioraum ein riesiger Tausendfüßer langeschlängelt hat. Bei dem ganzen Durcheinander ist meine Biolehrerin übrigens aus Versehen auf meinen Fisch getreten, der mir aus der Hand gesprungen ist (Ich weiß nicht warum, aber meine Lehrerin fand es ziemlich amüsant uns dabei zuzugucken wie wir die Fische mit unseren Händen fangen mussten?...immerhin musste ich ihn nicht mehr selber töten.
Aber außer den Insekten und Tieren ist auch noch das Wetter anders geworden. Es sind wieder um die 25 Grad und die Luftfeuchtigkeit ist so angestiegen, dass meine Klamotten wenn ich sie nach der Schule wechseln will sich anfühlen, als ob sie gewaschen und nicht komplett getrocknet wurden. Die Taschentücher und das Klopapier sind sowieso immer durchgeweicht und wenn man aus dem Haus geht fühlt es sich an als ob man Wasser einatmet. Naja, was solls immerhin ist es warm!
In zwei Wochen werde ich übrigens für ein paar Tage nach Malaysia fliegen, und da Urlaub machen, darauf freue ich mich riesig!
Schöne Grüße erstmal und bis bald.

Montag, 11. Februar 2013

Chinesisches Neujahr

Heute ist der 12. Februar, der 3. Tag im Mondjahr der Schlange. Am 10. Februar hat das neue chinesische Jahr angefangen und es war das erste mal das ich dieses Erlebnis miterleben konnte. Und ich muss sagen es ist was ganz besonderes!
Letzte Woche haben die Schulferien angefangen und meine Gastfamilie ist in den Urlaub nach Europa geflogen. Das heißt, ich bin für eine Woche zu meiner Kontaktfamilie gezogen mit deren Familie ich auch das neue Jahr gefeiert habe. Am 10. Februar, am Sonntag war in Tsim Sha Tsui eine Parade, bei der verschiedene Vereine und Tanzgruppen aus der ganzen Welt irgendwas vorgeführt haben. Meistens waren das Tänze und eigentlich war es nicht wirklich etwas besonderes, außer natürlich der traditionell chinesische Drachentanz. Vorher habe ich erst einmal aus weiter Entfernung Drachentanz gesehen und es war eigentlich ziemlich interessant.
Am 11. Februar haben wir Familienangehörige besucht zum Mittagessen. Es gibt da noch so eine Tradition an Lunar Neujahr bei der Kinder von verheirateten Paaren in der Familie rote Umschläge bekommen in denen Geld ist! Das heißt, an chinesischem Neujahr wollen alle Kinder ihre Familie besuchen gehen.
Nach dem Essen bin ich wieder nach Tsim Sha Tsui gefahren um dort ein paar Freunde zu treffen, mit denen ich das Neujahrsfeuerwerk ansehen wollte. Wir waren etwa 3 Stunden früher da und haben nur genug Platz bekommen um uns auf den Boden zu setzen und zu warten. Ich habe an Neujahr ja gesagt, ich habe noch nie so viele Menschen auf einem Haufen gesehen, aber das nehme ich zurück, denn gestern war es mindestens doppelt so viel!
Gegen halb 8 hat dann Musik angefangen und die Leute haben angefangen zu feiern und dann wurde runtergezählt. 10,9,8,7,6,5,4,3,2,....woooooooow. Eigentlich das selbe wie an Neujahr, aber viel viel schöner und viel größer!
Nach zwanzig Minuten Feuerwerk haben dann alle gejubelt, Fotos gemacht und Kung Hei Fat Choy, San Lin Fai Lo gerufen, was so viel heißt wie "Ich wünsche dir viel Geld" und Frohes Neues Jahr.
Da es aber noch früh war und wir gute Laune hatten sind wir im Hafen geblieben und haben AFS Spiele gespielt und rumgealbert. Auch wenn das nicht einfach war, weil Chinesen ganz schön schüchtern sind, es hat Spaß gemacht und am Ende sind wir mit der Fähre auf die andere Seite nach Hong Kong Island gefahren und haben uns auf den Heimweg gemacht.
Heute abend werde ich noch Fotos posten, bis dann viele Grüße und:
KUNG HEI FAT CHOY        SAN LIN FAI LO!!

Donnerstag, 24. Januar 2013

Unvorstellbar..Monat Nummer 5!

Hallo meine lieben auf der anderen Seite der Welt!
Wow, es ist lange her dass ich geschrieben habe und das tut mir Leid, aber ich hatte viel Stress und eigentlich nichts Wichtiges zu berichten.
Heute gibt es aber was Wichtiges: Heute ist der 24. Januar 2013, das heißt gestern vor 5 Monaten bin ich ins Flugzeug eingestiegen und heute vor 5 Monaten bin ich ausgestiegen, in einer fremden Welt.
Ich kann es nicht glauben, es sind schon 5 Monate rum, die Hälfte meines Aufenthaltes hier. Es ist so viel passiert, ich hab so viel erlebt (positives und negatives), so viele neue Sachen gelernt und so viele tolle Menschen kennengelernt!
Ich kann nicht fassen dass ich schon seit fast einem halben Jahr hier bin, ich habe noch ganz genau vor Augen wie ich ins Auto eingestiegen bin und ein letztes Mal gewunken habe. Ich weiß nicht wie ich es erklären soll, aber ich versuche es mal: irgendwie will ich natürlich jeden wiedersehen, aber ich kann mir nicht vorstellen dass die Hälfte schon hinter mir sein soll.
Naja, über das Heimfliegen möchte ich noch nicht nachdenken! Außerdem sagt jeder, das zweite Halbjahr ist immer besser als das erste und wenn das stimmt, werden die nächsten 5 Monate wohl die besten meines Lebens.
Seit dem 1.1.2013 (das letzte Mal das ich geschrieben habe) ist nicht so viel passiert. Ich hatte Examwochen vom 2.1. bis zum 14.1. bei denen ich wirklich NICHT gut abgeschnitten habe, außer in Englisch wo ich die besten Ergebnisse im Jahrgang habe.
Danach ist wieder der normale Schulalltag eingekehrt, aber alle Schüler sind viel entspannter und haben am Wochenende auch wieder Zeit um etwas zu unternehmen.
Gestern war hier der "Life-Wide-Learning-Day" bei dem es keinen Unterricht gab, sondern alle Schüler bei irgendwelchen Berufen zugesehen haben. Mein Jahrgang hatte Glück und wir durften den Tierpflegern im Freizeitpark zusehen und Delfine füttern. Danach hatten wir Freizeit, die wir natürlich genutzt haben und Achterbahnen gefahren sind. Es ist übrigens wieder schön warm hier geworden, um die 20 bis 25 Grad, wenn die Sonne scheint manchmal sogar noch mehr! Ich bin heute nach Basketballtraining in kurzen Hosen draußen rumgelaufen, im JANUAR! Aber ein bisschen beneide ich euch doch für den Schnee und die Kälte, ich habe keinen Winter hier gespürt.
Achja, außerdem hatte ich am 5.Januar das Midstay Camp mit AFS, bei dem jedem klar geworden ist, dass die Hälfte rum ist und wir jetzt nochmal unser Leben hier richtig genießen müssen. Das hat mir ziemlich zu denken gegeben, da mein Kantonesisch noch ziemlich schlecht ist und ich es unbedingt verbessern will. Ich habe mich also dazu entschlossen viel für Kantonesisch zu lernen, was so aussieht: Einmal in der Woche habe ich zwei Stunden Kantonesisch Unterricht und ich lerne mit einem Selbstlernbuch in meinen Freistunden in der Schule. Außerdem rede ich mehr mit meiner Gastoma (die nur Chinesisch versteht) und auch meinen Freunden und meiner Gastfamilie habe ich gesagt, sie sollen so viel Kantonesisch wie möglich mit mir reden wie möglich.
Mir fällt nicht mehr ein was ich noch schreiben kann. Außerdem bin ich sehr sehr müde, ich werde erstmal schlafen gehen. Am Samstag habe ich übrigens ein Basketballspiel, wünscht mir Glück!
Bis bald ihr Lieben, viele Grüße!

Montag, 31. Dezember 2012

Sing dan fai lo thung san lin fai lo!


Da ich nicht dazu gekommen bin etwas zu schreiben an Weihnachten und bevor Neujahr möchte ich das jetzt machen. Nachträglich noch Frohe Weihnachten und einen guten Start ins Jahr 2013 an euch alle! Sing dan fai lo! San lin fai lo!
Also erstmal zu Weihnachten.
Von Weihnachtsstimmung war eigentlich kein einziges Anzeichen da, es war eher ein ganz normaler Tag nur dass man zu den Familienmitgliedern Frohe Weihnachten gesagt hat. Natürlich war das ganz schön anders und ungewohnt, aber ich bin schon irgendwie daran gewöhnt dass nichts so ist wie ich es erwarte und es immer irgendwelche Überraschungen gibt. Positive und Negative natürlich!
Silvester, was ja erst gestern war war wirklich wirklich schön! Erstmal war ich mit ein paar Freunden in einer Karaoke Bar und hatten Abendessen zusammen. Aber da das Feuerwerk und der Countdown hier ziemlich berühmt ist und es jeder sehen will war alles extrem überfüllt, so dass man nicht mehr gesehen hat wohin man geht oder ob man irgendwen verloren hat. Da wir ja noch was von dem Feuerwerk sehen wollten sind wir relativ früh zum Hafen gegangen, an dem man die beste Aussicht hat. Wir haben also um die 5 Stunden dagestanden und gewartet auf 25 Sekunden Countdown und 15 Minuten Feuerwerk. Als es dann 23:30 war wurde die Menge unruhig und Jubelschreie fingen an. Einige Filmstars und wichtige Politiker kamen über den roten Teppich und es wurde geschrien und gedrängelt weil jeder ein Foto machen wollte. Danach wurde es wieder ruhiger und dann um 23:59 ging es los. 25,24,23,........5,4,3,2,1   2013!
Da konnte die Leute nichts mehr halten, alle fingen an zu schreien und zu jubeln und zu singen, jeder hat jeden umarmt und frohes neues Jahr gerufen und als auf den Wolkenkratzern 2013 aufleuchtete ging das Feuerwerk los und plötzlich waren alle in bester Laune und freuten sich auf das Neue Jahr.
Es war ein wirklich schöner Silvesterabend und ich freue mich umso mehr auf das Chinesische Neujahr, an dem das Feuerwerk drei mal so groß und schön sein soll.
Übrigens hat heute, am 1.1. Jerome, einer von den Hong Kongern mit denen wir gefeiert haben Geburtstag, weshalb jeder unserer Freunde natürlich noch bessere Laune hatte und um Mitternacht dann zwei Schokoladenkuchen in Jeromes Gesicht verteilt haben. Es war ein unvergessliches Silvester für mich und ich bin unglaublich froh hier zu sein und noch 6 weitere Monate vor mir zu haben!
Alles Gute für 2013 an euch alle!

Montag, 17. Dezember 2012

Ein paar Weisheiten..

Mir wurde ja schon viele erzählt hier, auch einiges verblüffendes oder lustiges und manche Dinge, bei denen ich denke ich sollte sie nicht nur für mich behalten, deshalb werde ich die jetzt mit euch teilen.

1) Man kann absolut alles irgendwie essen, was nicht giftig oder schädlich ist und sowieso alle Teile von Tieren, von Affengehirn bis zu Hühnerfüßen.
2) Beim Essen gilt: Soviele Reiskörner wie man in der Schüssel lässt, so viele Pickel wird der Ehepartner bekommen.
3) Gekocht ist alles besser, besonders Gemüse!
4) Wenn man morgens aufwacht, aber zu schwach ist um aufzustehen liegt das nicht daran dass man müde ist, sondern daran dass ein Geist auf einem liegt
5) Man sieht nur wenige Chinesen nicht lächelnd. Es wird gegrinst bei Freude, Trauer, Schmerz, Wut, Scham...
6) In der Ubahn, im Bus oder in der Metro gilt: Solange man seine Arme bewegen kann ist noch weitaus genug Platz für mehr Leute. Erst, wenn die Tür immer wieder aufgeht, weil irgendwelche Körperteile dazwischenhängen ist der Bus/ die Ubahn voll!
7) Leute die im Büro arbeiten tragen den kleinen Fingernagel sehr oft extrem lang. Das ist sozusagen ein Zeichen für bessere Arbeit, da der Fingernagel bei der Produktionsarbeit stören würde, im Büro aber nicht.
8) Bei Tischmanieren keine Scham zeigen, einfach essen! Ob da die Hälfte auf dem Tisch liegt, man ein bisschen rumspuckt, zwischendurch rülpsen muss oder während dem Essen redet und schmatzt, der Mund dabei so weit offen dass alle den Inhalt sehen können. Alles ist erlaubt, solange es schnell geht.
9) Minibusfahrer haben die Angewohnheit extrem schnell zu fahren, zu schnell um genau zu sein. Was ich auch oft erlebe wenn ich aus der Schule gehe und ein Minibus vorbeifährt ist, dass er nicht langsamer wird wenn er die ganzen Schüler auf der Straße sieht, nein. Der Busfahrer fängt an permanent zu hupen und geht kein bisschen vom Gas runter.
10) Die Schulbusfahrer unterhalten sich gerne untereinander...auch beim Busfahren. Das sieht so aus, dass der eine Bus auf der rechten Straßenseite fährt und die Bustür aufmacht und der andere Busfahrer auf der linken Seite fährt und das Fenster am Fahrersitz aufmacht. Beim Fahren kann man sich dann durch lautes Anschreien sehr gut unterhalten.

Ich könnte noch so vieles schreiben, aber ich muss jetzt erstmal Hausaufgaben machen gehen, da ich ja eine "gute Schülerin" bin.
Frohen dritten Advent nochmal an euch alle!

Montag, 10. Dezember 2012

Advent Advent

...ein Lichtlein brennt. Nein seit gestern sind es schon zwei! Es sind nurnoch zwei Wochen bis Weihnachten und ich mache mir wirklich Gedanken über Weihnachtsgeschenke..Naja erstmal beiseite damit.
In den letzten zwei Wochen habe ich hier die Adventszeit in Hong Kong erlebt und es ist wirklich nicht zu vergleichen mit dem, was ich gewohnt bin. Es ist natürlich alles geschmückt und dekoriert, alle Hochhäuser und Wolkenkratzer leuchten noch mehr als sonst mit überdimensional großen Weihnachtsmännern und Rentieren aus Lichterketten darauf und Weihnachtsbäume die so bunt sind, dass man es schon nicht mehr als Baum ansehen kann stehen überall in den Schaufenstern und Shopping Centern.
Alle sind in Hektik um Weihnachtsvorbereitungen zu treffen, genau wie in Deutschland aber die Stimmung ist wirklich wirklich anders. Weihnachten wird hier nicht als wirklich wichtig gesehen, sondern eher als eine Party. Es gibt keine wirklichen Traditionen wie zum Beispiel Adventskalender, Weihnachtsplätzchen, Adventskranz oder sowas.
Mir wurde gesagt, Weihnachten ist eigentlich nicht so ein wichtiges Fest, sondern eher Chinesisches Neujahr, was gegen Mitte Januar bis Mitte Februar ist. Das soll hier sehr schön sein, darauf freue ich mich schon.
Gestern, also am Sonntag war ich in der Kirche weil es ja der 2. Advent war. Abgesehen davon, dass ich keine Ahnung hatte in welcher Sprache die Messe war und ich auch kein Wort außer Amen verstanden habe, war die Kirche so schön! Sie ist total alt, ist aber innen nicht dunkel wie andere Kirchen sondern ist sehr hell und das Gebäude liegt auf einem kleinen Hügel, sodass es sehr ruhig ist. Nächstes Mal nehme ich meinen Fotoapparat mit und mache ein paar Fotos.
Achja, da gibt es auch ein kleines Problem...der Speicher für Fotos für mein Google Konto ist voll, dass heißt wenn ich mehr Fotos hochladen möchte, muss ich monatlich zahlen. Das möchte ich natürlich nicht, deshalb werde ich die ersten Fotos die ich hochgeladen habe löschen müssen und gegen neue eintauschen. Tut mir sehr Leid, ich wusste nicht dass die Fotos so viel Platz einnehmen und dass man nur eine so eingeschränkte Anzahl an Bildern hat, die man hochladen kann.
Ich denke aber, ihr habt sowieso alle die ersten Fotos gesehen, deshalb ist es ja nicht ganz so schlimm.
Ich schreibe bald wieder, bis bald viele Grüße und eine schöne Adventszeit!

Sonntag, 2. Dezember 2012

100

100 Tage! Kaum zu glauben..
Vor kurzem saß ich zu Hause in Deutschland im Esszimmer und war komplett überfordert mit der seitenlangen Bewerbung für ein Auslandsjahr. Dann war ich auf dem Auswahlwochenende und habe zwei Wochen später den Brief bekommen, dass ich angenommen wurde. Zwei Vorbereitungen folgten, mehr Papiere zum ausfüllen, neue Freunde gefunden und dann die Nachricht mit dem Land, in dem ich dieses Jahr verbringen sollte - Hong Kong!
Die letzte Vorbereitung, alle Arzttermine, Visa, die letzten Sachen kaufen, Gastfamilie bekommen und dann fing es an mit verabschieden. Gastgeschenke kaufen, Abschiedsfeier planen und packen! Wegen den ganzen Vorbereitungen die ich machen musste ging die Zeit so schnell rum..und dann stand ich am Flughafen, mit gepackten Koffern und meinem Flugticket in der Hand. das letzte mal Auf Wiedersehen gesagt, um mich dann umzudrehen und meine letzten Schritte raus aus Deutschland zu machen - rein in eine neue Welt.
Vor 201 Tagen habe ich mit meinen Freunden angefangen, die Tage von 100 runterzuzählen, bis wir bei 0 angekommen waren. Und jetzt ist da schon wieder eine 100. Eine 100, die für so viele tolle Momente in meinem neuen Leben steht. Eine 100, die für eine wundervolle Zeit steht, die ich nie bereuen werde. Eine 100, die ich noch etwa 2 einhalb mal erleben darf und die ich genießen werde.
Danke an alle, die mir bei der 100 geholfen haben! Auf mehr 100s :)
Liebe Grüße!

Montag, 26. November 2012

Wetter

Ich will jetzt auch mal über das langweiligste Thema von allen schreiben: das Wetter!
Verglichen mit Deutschland ist das Wetter ja sowieso komplett anders, weil Hongkong subtropisch ist, was heißt es ist immer schön hohe Luftfeuchtigkeit, es wird niemals kälter als 10 Grad und die Regenschauer sind hier so stark, dass es wie eine Wand aus Wasser ist. Außerdem ist Hongkong ja eine Insel (oder Halbinsel, es kommt auf  den Teil an, den man meint) und deshalb ist sehr oft starker Wind aus Richtung Meer.
Seit etwa zwei Wochen hat es sich auf 20 Grad abgekühlt, das heißt für die Hongkonger ist der Winter ausgebrochen und es müssen so schnell wie möglich alle Läden die Winterjacken und Winterklamotten verkaufen, leergekauft werden. Außerdem holen alle ihre Wintersachen vom letzten Jahr raus, meine Gastfamilie auch, weshalb die Wohnung aussieht wie eine Abstellkammer!
Letzte Woche ist dann plötzlich wieder die Luftfeuchtigkeit gestiegen und wir hatten 98 bis 99%, wobei es wirklich schwer ist zu atmen. Als wir über Nacht die Balkontür offen hatten und ich am nächsten Morgen ein Taschentuch aus dem Taschentuchspender dings in die Hand genommen habe war es feucht! Egal was man anfasst, alles ist feucht.
Naja, also das Wetter ist wie gesagt für Deutshcland warm, aber ich finde es ehrlich gesagt auch ziemlich kühl. Und schön ist es nicht gerade, ausser die Aussicht aus meiner Schule morgens. Meine Schule liegt nämlich auf einem Berg und morgens ist überall Nebel und es sieht total toll aus, davon muss ich auch noch ein Foto machen.
Ich weiß nicht was ich noch schreiben soll und bevor ich irgendwas unlogisches schreibe höre ich liebe mit dem Thema auf. Bis bald!

Dienstag, 20. November 2012

Danke

Das muss jetzt sein, ich möchte jetzt Danke sagen.
Danke an alle, die mir geholfen haben es möglich zu machen, herzukommen.
Danke an meine Freunde, die immer für mich da sind besonders jetzt wo ich so weit weg bin.
Danke an meine Familie die mich immer unterstützt und die es mir überhaupt möglich gemacht hat, hier zu sein. Die mich gehen lassen hat, ohne zu wissen was auf mich zukommt. Die mir vertrauen und mich lieben und sich Sorgen um mich machen und die mich trotzdem meine Träume leben lassen. Die ihre anfängliche negative Einstellung auf meinen Wunsch beiseite gelegt haben um mich glücklich zu machen. Die mir geholfen haben und alles getan haben was sie konnten als es mir schlecht ging.
Ihnen habe ich es zu verdanken, dass ich hier sein kann in einer tollen Gastfamilie und Erfahrungen erleben kann, die nur ein kleiner Teil von Schülern erleben kann.
Und dafür kann ich eigentlich nicht genug danke sagen, bzw ist ein danke nicht genug. Aber es ist das einzige was ich jetzt sagen kann in meiner Lage also: DANKE!

Danke für alles was ihr für mich tut..

Montag, 19. November 2012

Orientierung, Anpassung und Sprache

Also ich finde es ein bisschen langweilig meinen Blog zu lesen, weil ich immer nur darüber schreibe was ich gemacht habe.
Deshalb schreibe ich jetzt mal darüber wie es mit der Orientierung, Anpassung und Sprache vorangeht.

Orientierung:
Das mit der Orientierung war am Anfang ja eine witzige Sache..wenn ich irgendwohin musste, habe ich immer mit eingeplant dass ich mich verlaufen könnte und bin immer mindestens eine halbe Stunde früher losgefahren und habe vorher alle Handynummern und Wegbeschreibungen gesammelt die ich finden konnte. Es war wirklich schlimm im ersten Monat. Für mich sah hier alles genau gleich aus egal welcher Teil von Hongkong und egal welche Wolkenkratzer und Hochhäuser. Ich konnte nicht unterscheiden ob ich gerade auf Hongkong Island oder dem Festland war und ich konnte schon gar nicht unterscheiden in welchem Gebiet. Dazu waren die Buslinien noch so kompliziert und für jede Richtung gibt es ein paar hundert verschiedene Busse, Minibusse, MTR...In der ersten Woche war jeden Tag AFS Camp und ich musste eigentlich jeden Tag den gleichen Bus nehmen und von der Bushaltestelle zum Treffpunkt denselben Weg laufen. Und trotzdem habe ich nur am letzten Tag den Weg ohne Probleme und pünktlich getroffen. Ich glaube aber, ich war nicht die einzige.
Naja jedenfalls ging das den ersten Monat so und dann ist es langsam besser geworden. Mittlerweile kann ich eigentlich immer erkennen wo ich gerade bin, ich muss einfach nur hochsehen und mir die Wolkenkratzer angucken. Es ist nicht schwer sich zu merken welcher Wolkenkratzer in welchem Gebiet steht und mittlerweile komme ich auch sehr gut mit den Verkehrsmitteln klar.

Anpassung:
Anpassung...anpassen kann man sich in vielen Sachen. Es fängt schon an mit dem Essen, der Geschwindigkeit beim Gehen, dem allgemeinen Verhalten, den Tischmanieren, dem Wetter und so weiter.
Ich kann es selber schwer einschätzen ob ich mich schon gut angepasst habe, aber ich weiß dass der Kulturschock vorbei ist und dass ich besser mit der Kultur klarkomme als am Anfang! Ich denke, dass ist auch ein Schritt der Anpassung.
Bei der Geschwindigkeit beim Gehen, dazu muss ich jetzt aber nochmal was sagen. Es fragen mich immer alle, ob ich finde dass die Leute hier immer in Hektik sind und sooooooo schnell gehen. Aber ganz ehrlich: Die Leute hier kommen keine zwei Minuten aus, ohne auf ihr smartphone zu sehen. Hier haben wirklich alle ein Smartphone. Meine Gastoma, die über 90 ist hat ein Smartphone!!
Jedenfalls gucken beim Laufen alle Leute auf den Bildschirm und können sich nicht aufs Laufen konzentrieren. Ich finde das Tempo ist extrem langsam und es nervt mich total wenn so eine mega Menschenmenge vor mir läuft und die ein Tempo haben als ob sie gleich einschlafen. Naja, so habe ich mich aber auch ein Stück angepasst, ich habe mir nämlich das ständige Drängeln und Gegen-Leute-Laufen angewöhnt.
Eine andere Sache, die ich noch loswerden will sind die Tischmanieren. Also daran werde ich mich glaube ich nie gewöhnen. Was man in Deutschland bzw. Europa für sehr unhöflich ansieht ist hier komplett normal. Schmatzen, reden mit vollem Mund, rülpsen, die Knochen und das was man nicht essen kann auf den Tisch spucken, alles gerne gesehen. Jaja andere Länder andere Kultur.

Sprache:
Mit der Sprache ist es auch ganz lustig. Ich verstehe natürlich nicht viel, aber wenn zum Beispiel meine Gastfamilie am Tisch sitzt und beim Abendessen miteinander redet ist es immer auf Kantonesisch. Wieso sollte es auch anders sein, wir würden auch Deutsch reden. Jedenfalls höre ich seit fast 3 Monaten immer zu und mir ist aufgefallen, dass ich eigentlich immer das Thema verstehe worüber sie reden. Einzelheiten und Details verstehe ich natürlich nicht, wie sollte das auch gehen immerhin ist es Chinesisch.
Bevor ich hergekommen bin habe ich mir in Deutschland ein englisches Buch gekauft, mit dem man Kantonesisch lernen kann. In Deutschland habe ich es aufgeschlagen, mir die ersten zehn Seiten angeguckt und gedacht: Ich werde Spaß haben!
Aber vor zwei Wochen, als ich mir das Buch zum ersten Mal seit ich hier bin angeguckt habe, habe ich gemerkt dass das Buch total einfach zu verstehen ist. Ich staune selber darüber, wie man ohne es mitzubekommen einige wenige Grundlagen von einer Sprache im Kopf behalten kann. Natürlich ist es viel zu wenig um ein Gespräch führen zu können, aber ich bin positiv eingestellt und denke, wenn ich mich ein wenig anstrenge kann das bis zum Ende meines Abenteuers noch was werden.
Mit der Sprache gab es auch schon witzige Missverständnisse...da hier ja jedes Wort 6 oder mehr verschiedene Bedeutungen hat, und man extrem auf die verschiedenen Töne achten muss ist es für manche oder die meisten Leute schwer zu erraten, was ich ihnen genau sagen möchte.
Egal, ohne Fehler kann man nicht lernen und ich habe noch 7 Monate Zeit.

Das war es erstmal, ich schicke ganz viele liebe Grüße aus Hongkong an alle, die meinen Blog lesen!


Sonntag, 11. November 2012

AFS

AFS, AFS und AFS!
Soo viele AFS Treffen! Mein ganzes Wochenende war verplant mit AFS, aber eigentlich ist das auch ganz schön, weil ich dann alle Austauschschüler mal wiedersehen konnte. Am Freitag hatten wir jedenfalls eine Vorbereitung für Samstag, wo der AFS Intercultural Fair war.
Das ist eine Veranstaltung von AFS, bei der die Austauschschüler in die verschiedenen Länder (aus denen sie kommen) eingeteilt werden und einen Klassenraum zur Verfügung gestellt bekommen. Den mussten wir dann schmücken, sodass man erkennen konnte welches Land wir waren. Am Freitag haben wir also alle unsere Deutschlandfahnen, -poster und Fotos rausgekramt und Pfannkuchen gemacht, damit man erkennen konnte, dass es sich um Deutschland gehandelt hat. Am Samstag mussten wir dann wiederkommen und besprechen, wie wir den Schülergruppen, die sich die Klassenräume ansehen wollten irgendwas über Deutschland beibringen, aber es sollte nicht langweilig sein. Wir haben abgemacht, Topfschlagen, Feuer Wasser Luft und Reise nach Jerusalem zu spielen und deutsche Musik abzuspielen.
Nachdem wir dann von 8 Uhr morgens bis 5 Uhr nachmittags endlich fertig waren hat sich herausgestellt, dass Deutschland den zweiten Platz gemacht hat. Wir waren natürlich sehr stolz aber extrem müde, weil wir früh aufstehen mussten und den ganzen Tag was zu tun hatten. Die Chinesen lieben es übrigens, wie fast jeder weiß, Fotos von allem und jedem zu machen. Also haben wir an diesem Tag bestimmt ein paar tausend Fotos gemacht. Insgesamt haben uns etwa 1500 Schüler besucht, was wirklich viel ist!
Nach diesem Tag bin ich dann gegen 9 schlafen gegangen und am Sonntag wieder um 6 uhr morgens aufgestanden, weil ich Freiwilligenarbeit gemacht habe. Von AFS und der deutschen Bank in Hongkong wurde ein Strand Säuberungs Programm veranstaltet, bei dem 7 Austauschschüler mitgemacht haben und ich auch.
Es klingt nicht wirklich schön, aber die Umgebung um den Strand war unglaublich toll, es war Naturschutzgebiet. Deshalb mussten wir auch erstmal unseren Weg zu Fuß durch den Wald über den Berg finden, da ja keine Busse oder Taxis oder sonstwas fahren.
Es war auf jeden Fall anstrengend, aber sehr schön und wir haben dazu noch etwas Gutes getan.
Jetzt bin ich sehr müde, vorhin habe ich mich noch mit den anderen deutschen Austauschschülern getroffen und wir sind Essen gegangen. Wir haben es gewagt, Frosch zu essen! Schmeckt gar nicht schlecht.
Ich gehe erstmal schlafen, bis bald!

Montag, 29. Oktober 2012

Schule in Deutschland, Schule in Hongkong

Als ich gestern mit meinen Eltern über das Schulsystem hier in Hongkong und über das in Deutschland geredet habe, habe ich erst so richtig bemerkt wie anders es doch ist und wie froh ich bin, dass ich in Deutschland zur Schule gehe!
Nicht nur, dass die Schulregeln hier strenger sind, die Dauer eines Schultages länger ist und der Unterricht noch viel viel viel langweiliger ist, haben die Schüler um es hart auszudrücken kein Leben abgesehen vom Schulleben. Wirklich, die Schüler hier leben nur um zu lernen, dass haben mir letzte Woche sogar meine Schwestern gesagt.
Ich möchte mal ein paar Dinge über die Schule auflisten, die einfach war sind:
- die Schule dauert von 7:50 bis 15:30 (mindestens)
- jede Schule hat Schuluniform und Sportuniform
- jede Schule hat ein Schullied
- die Lehrer machen extrem einseitigen Unterricht. Sie reden einfach ihren Text runter und die Schüler müssen mitschreiben und dann zuhause lernen
- Lehrer hier LIEBEN Powerpoint Präsentationen!
- die Schulregeln sind viel ausgeprägter als die in Deutschland
- die Schüler haben sehr viel Respekt vor den Lehrern
- Schüler hier wollen lernen, sie gehen in die Schule mit extremem Druck von ihren Eltern und ihnen selbst, dass sie nirgendwo schlecht sein dürfen
- von den Schülern in Hongkong, die sich um einen Studienplatz bewerden bekommen nur 18% einen Platz!! ( in Deutschland sind es etwa 90%)
- Schüler wissen bereits nach der Grundschule (nach den ersten 6 Schuljahren) ob sie die geringste Chance auf einen Studienplatz haben. Wenn nicht, gehen sie alleine ohne ihre Familien ins Ausland, für gewöhnlich USA, Kanada oder England um dort Mittelstufe, Oberstufe und Uni zu machen
- Viele Paare wandern, wenn sie ein Kind erwarten, nach eines dieser Länder aus, um das Kind dort zu bekommen. Dadurch hat das Kind dann die entsprechende Staatsangehörigkeit. Nachdem das Kind geboren ist, geht die Familie zurück und das Kind kann dann zum Studieren ohne Probleme zurück in das Land gehen.

Ich wollte das alles nur mal schreiben, damit ihr ein bisschen verstehen könnt, warum ich so froh bin in Deutschland zur Schule gehen zu können. Dennoch ist Hongkong eine unglaubliche Stadt, auch wenn das Schulsystem nicht gut ist. Dafür haben die Schüler wenn sie mit der Oberstufe fertig sind viel ausgeprägteres Wissen als die Schüler in Deutschland, und sie können sich in extremen Situationen immernoch konzentrieren (wie zum Beispiel wenn sie um halb 3 aufstehen, damit sie vor der Schule noch die Hausaufgaben fertig machen können, von denen sie gegen Mitternacht eine Pause gemacht haben.) Es gibt immer gute und schlechte Seiten und ich weiß jetzt auf jeden Fall die guten Seiten am Deutschen Schulsystem zu schätzen!

Alltag

Nach langer Zeit habe ich jetzt wieder ein bisschen Zeit gefunden was zu schreiben.
Die letzte Woche war eigentlich sehr entspannt, da am Dienstag ein Feiertag war, an dem niemand gearbeitet hat oder in die Schule gegangen ist. Eigentlich war dieser Tag dafür da, um mit der ganzen Familie auf den Friedhof zu gehen und den Familientempel (Hier in China hat jede Familie einen kleinen Tempel, in dem die Familienangehörigen begraben werden) in Ordnung zu bringen. Da aber meine Gastfamilie diesen Tempel auf dem Festland Chinas hat, sind wir stattdessen mit der ganzen Familie an den Strand gefahren um dort zu grillen. Der Strand war zwar so überfüllt mit Touristen, dass man sich bis zum Wasser durchkämpfen musste, aber wir waren ja nicht nur wegen dem Strand dort. Nachdem wir dann etwa 3 Stunden gegrillt haben und uns über alles Mögliche unterhalten haben, ich ein bisschen Deutschunterricht gegeben habe und wir mit meinem kleinen Cousin Verstecken gespielt haben war es schon dunkel und wir mussten so langsam unsere Sachen packen und uns auf den Weg zurück begeben. Dieser Tag war so so schön. Ich merke, seit ich gewechselt habe, wie wichtig die Familie in dieser Kultur ist und das ist echt schön.
Dann am Mittwoch war wieder Schule, aber am Donnerstag hatten wir "Swimming Gala", einen Schwimmwettbewerb zwischen den Schülern. Selbst dabei mussten wir unsere Schuluniform tragen! Nachdem wir uns brav nach Klassen und Nummern aufgestellt hatten, alle ordentlich aussahen und gerade den Lehrern gegenüber standen, wir das Schullied gesungen hatten und gebetet hatten ging es dann auch gleich mit den ersten Schülern los. Hier in Hongkong ist es so, dass die Schüler in verschiedene "Häuser" eingeteilt sind. An meiner Schule gibt es Haus Rot, Gelb, Blau, Grün, Lila und Pink (Ich bin in Haus Lila). Bei Sportereignissen, wie zum Beispiel dem Sporttag oder der Swimming Gala, treten die Schüler gegeneinander für ihr Haus an und über das ganze Jahr werden die Punkte für die Häuser gesammelt. Das ist ungefähr so wie bei Harry Potter mit den Häusern haha.
Jedenfalls war dann nur noch der Freitag normal Schule, obwohl für mich auch nicht, da ich früher gehen musste um rechtzeitig bei einem AFS Treffen zu erscheinen. In dem Treffen haben wir über uns auf den "Intercultural Fair" vorbereitet, eine Aktivität von AFS, wobei jedes Land auf lustige Weise für einige Schulen vorgestellt wird. Das wird übernächsten Samstag sein und es ist Pflicht von AFS, aber ich denke es wird Spaß machen.
Am Samstag und Sonntag habe ich die meiste Zeit mit meiner Gastfamilie verbracht, bis auf den KungFu Unterricht und danach war ich mit meiner Gastschwester und Jasmine (der besten Freundin meiner Gastschwester) shoppen.
Das war es von meinem Wochenende, wir hören bald von einander, liebe Grüße!

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Kurze Zusammenfassung der letzten Woche

Da ich nicht viel Zeit habe um oft etwas zu schreiben, guckt öfters bei meinem Blog mit Fotos, weil Fotos hochladen schneller geht als einen Blogeintrag zu schreiben.
Letzte Woche war viel los, ich habe eine wichtige Wendung in meinem Leben in Hongkong gemacht, ich habe angefangen meine HAUSAUFGABEN zu machen! Ja, damit musste ich endlich anfangen weil ich mich sonst ganz schön unbeliebt bei den Lehrern mache und außerdem ständig Nachsitzen muss.
Jedenfalls war letzte Woche eigentlich nicht so viel los, ich hatte Schule und nach der Schule komme ich spät nach Hause dann gibts Abendessen, Duschen und Hausaufgaben also kann ich wärend der Woche eigentlich nichts machen. Am Wochenende hatte ich dann Samstagmorgen, wie jeden Samstagmorgen Kung Fu, weshalb ich hier noch nichtmal an Samstagen ausschlafen kann, aber dafür lohnt es sich!
Als ich dann um 10.30 fertig war, bin ich nach Hause gefahren und Charmanie (meine ältere Schwester) und Jasmine (eine Schulfreundin) und ich sind dann zusammen Mittag essen gegangen und danach in den Ocean Park gefahren. Diesmal waren nicht so viele Leute da, deshalb konnten wir fast alles mitmachen und es hat total viel Spaß gemacht. Da jetzt gerade Halloween-Zeit ist sind auch als es dunkel wurde ganz viele "Geister" im Park rumgelaufen, die die Aufgabe hatten Besucher zu erschrecken. Und ich muss sagen, die sahen wirklich gruselig aus!
Am Sonntag stand eine Bootstour mit AFS an, was hieß: Schon wieder nichts mit Ausschlafen.
Aber egal, es war so so so schön!
Wir, also die AFS Austauschschüler und Betreuer mit Familien haben ein Boot bekommen und sind dann morgens in Richtung Lamma Island losgefahren. ( Vielleicht habt ihr was von dem schweren Schiffsunglück vor zwei Wochen in Hongkong gehört? Das war ganz in der Nähe von Lamma Island.) Jedenfalls sind wir in eine kleine Bucht gefahren mit weißem Sandstrand, an den Seiten wo der Sand aufgehört hat war Felsbucht und hinter dem Strand war ein Berg bewachsen mit Regenwald. Es sah so toll aus! Leider durften wir nur ca eine Stunde am Strand bleiben, da gerade Schildköten ihre Eier gelegt haben und uns Natürschützer weggeschickt haben. Ausserdem war der Strand voll mit Krabben! Wirklich, sie waren überall. Wenn wir gelaufen sind, sind vor unseren Füßen die kleinen und großen Krabben geflüchtet und man hat überall am Strand ihre Hölen gesehen.
Der Tag war sehr schön, obwohl viele mit Sonnenbrand nach Hause gefahren sind.

Und dann war auch schon wieder Montag und ich musste wieder in die Schule. Gut, so schlimm ist es jetzt auch nicht weil ich mich eigentlich nicht anstrengen muss ich finde nur das früh aufstehen schlimm!
Wie ich schonmal geschrieben habe, müssen wir hier jeden Morgen Zeitung lesen, weshalb extra für mich englische Zeitung bestellt wurde. Am Dienstag habe ich einen Artikel gelesen der mich ziemlich geschockt hat, weil ich sowas eher selten in deutschen Zeitungen lesen kann. Die Überschrift war: Mann wegen Banküberfall von mehreren Hundertmillionen Yuen (Währung in China) und jahrelangem Bankbetrug zum Tode verurteilt.
Da ist mir bewusst geworden dass China ja die Todesstrafe hat. Naja jedenfalls war es ganz schön ungewohnt für mich sowas zu lesen.
Am Mittwoch also gestern habe ich meine Winteruniform bekommen, die nicht ganz so schlimm aussieht wie meine Sommeruniform, aber immernoch nicht schön.
So das war es jetzt erstmal, ich versuche bald wieder zu schreiben aber wie gesagt ich hab ziemlich viel zu tun und nicht viel Zeit.
Bis dahin viele Grüße!